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Luigi Cavalieri

 
... und das Gehirn
Parallel zu Auswertungen aus der Beratungspraxis wurde der 8er Prozesses aus aktuellen Publikationen bekannter Hirnforscher* mit abgeleitet. Einbezogen wurden die Erkenntnisse über die neuronalen Prozesse, die Veränderungen durch Lernen repräsentieren und die beim Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Tun zwischen Großhirnrinde und subcorticalen Zentren wie z.B. dem emotionalen Gedächtnis in Form dynamisch rückkoppelnder Schleifen ablaufen. Vereinfachungen im 8er Modell sind aus detaillierteren Prozessbetrachtungen abgeleitet.
 
 

 


Abb.: Cortex, rechte Seite;
Bekannt ist die Einteilung des Gehirns in die linke, mehr analytisch, sprachlich aktive und die rechte, mehr ganzheitlich aktive Großhirnhälfte. Vergleichsweise weniger thematisiert ist dagegen die Unterteilung und Symmetrie zwischen dem wahrnehmenden und projizierenden Assoziationscortex. Die Symmetrieebene bilden dabei das primäre sensorische Areal** (gelb) als Input- und das motorische Areal (blau) als Outputbereich des Cortex. Diese Symmetrie spiegelt sich auch in den Funktionen der Cortexareale, denen nach G. Roth betimmte „Ich-Identitäten“ zugeordnet werden können. Die in der Abbildung skizzierte "8er Prozess Schleife" zeigt, wie diese Ich-Identitäten interagieren mit den sensorischen Signalen als Input und in Form von Sprache, Bewegung und auf die Wahrnehmung rückwirkenden Projektionen als Output.

 

 
* u.a. Gerhard Roth, Manfred Spitzer, Antonio R. Damasio, Vilaynur S. Ramachandran, Gerald M. Edelmann, Publikationen 1998 bis 2004
** zuständig für fühlen, tasten, hören und Körperwahrnehmung